Helmut Tissen besucht Partner-Kolpingsfamilie in Uganda; ein Bericht von Julia Twiehoff!
Eine Solaranlage zur Stromversorgung. Eine weitgehend gesicherte Wasserversorgung. Eine Modellfarm zum Anbau für alles, was nahrhaft ist. Und 98 Bienenstöcke. „Vor fünf Jahren bin ich das letzte Mal in Hoima gewesen, und es hat sich seitdem unglaublich viel getan“, zeigte sich Helmut Tissen von seinen Eindrücken vor Ort begeistert. Für zehn Tage war der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Buldern in die Stadt Hoima in Uganda gereist, um dort die Partner-Kolpingsfamilie Bujumbura der Gemeinde St. Joseph zu besuchen.
Er konnte der Partnerfamilie einen Scheck über 1000 Euro überreichen, ebenso eine größere Summe aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf beim Tag der offenen Tür der Firma Stade in Buldern (DZ berichtete) in Aussicht stellen. Und Tissen kehrte auch nicht mit leeren Händen zurück: Als Dank und zum Zeichen der Verbundenheit der Kolpingsfamilien gab es für ihn ein Erinnerungsbanner „neun Jahre Partnerschaft“ und eine Flasche Honig, eine Spezialität der Gemeinde.
Bei seinem Besuch konnte der Bulderaner auch sehen: Das
gespendete Geld kommt an. So konnte er sich beispielsweise über die Erfolge
zweier Projekte informieren, die von der Kolpingsfamilie Buldern initiiert und
begleitet werden: Bei einem wird Schulmaterial vor allem für die Waisenkinder
besorgt.
„Jeder soll die Chance haben, zu lernen. Und manche müssen dabei
besonders unterstützt werden“, begründete Tissen das Engagement bei dieser
Aktion.
Bei dem zweiten Projekt, bei dem die Bienenzucht im
Mittelpunkt steht, konnten die Spenden dazu beitragen, 20 Bienenstöcke für die
Herstellung von dem auch in Deutschland verkauften Honig zur Verfügung zu
stellen. Tissen zeigt sich zufrieden: „Es sind inzwischen 28 Bienenstöcke, die
gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Das nenne ich Zusammenhalt.“
Ein weiterer Höhepunkt für Tissen war das Treffen mit Nationalpräses Father Peter Isingoma, den er in seiner Pfarrei mitten in der Natur besuchte. Auch hier war die Bienenzucht nicht zu übersehen: 98 Bienenstöcke konnte der Besucher aus Buldern zählen, und Isingoma berichtete von der Option, die Anzahl in diesem Jahr auf 300 Stöcke zu erweitern.
Da die Pfarrei in der Nähe zum Ostkongo liegt, hat der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge hier sein Zentrum in Ostafrika eingerichtet. Father Peter Isingoma hat sich mit Gästehaus, Restaurant und Tagungshaus auf die Besuche der UN-Leute vorbereitet.
Doch nicht nur die Fortschritte waren für Helmut Tissen und die anderen mitgereisten Kolping-Mitglieder wichtig. „Wir haben die Begegnungen und den Austausch mit unseren Kolpingschwestern und –brüdern sehr genossen. Da wir uns weltweit als eine Familie versehen, war ein von Anfang an sehr herzliches Miteinander normal“, erinnert sich Tissen. Und er verspricht: „Dies war auf keinen Fall mein letzter Besuch. Ich werde weiterhin hierher kommen, um die Fortschritte zu begutachten, zu unterstützen und unsere ugandischen Freunde zu treffen.“
Bei seinem Besuch in Uganda informierte sich Helmut Tissen nicht nur über die Projekte, die die Kolpingsfamilie Buldern unterstützt – sondern spielte auch Briefträger. Im Gepäck hatte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Buldern ein Schreiben von Bürgermeisterin Lisa Stremlau an Gracemary Mugasa, ihre Amtskollegin in Hoima, die gleichzeitig Vorsitzende der Kolpingsfamilie von St. Joseph in Hoima ist. Stremlau und Mugasa hatten sich beim ökumenischen Kirchentag, der 2011 im Rahmen des Stadtjubiläums organisiert worden war, kennengelernt.
Stremlau schrieb an ihre Amtskollegin, dass sie nachdrücklich beeindruckt gewesen sei von den Gesprächen. Zudem wünschte sie Mugasa viel Erfolg, Mut und Kraft bei einer ihrer schwierigsten Aufgaben: Hoima ist eine rasant wachsende Stadt, und für die dortige Verwaltung ist es eine Herausforderung, die nötigen Strukturen anzupassen.