Gebrauchte
Kleidung

Wir sammeln! Gebrauchtkleider für den guten Zweck!

Gebrauchtkleidersammlung

Die Kolpingsfamilie Buldern führt an jedem letzten Samstag im Monat eine Altkleidersammlung durch.
Seit kurzem steht am Standplatz Wemhoff (hinter K&K) ein Sammel-Container der Kolpingsfamilie Buldern. Er wird regelmäßig geleert, das Sammelgut aus diesem Container und das aus den monatlichen Sammlungen wird in den Garagen auf diesem Grundstück zwischengelagert.

Gebrauchtkleider = Abfall? 

Die Kolpingsfamilie Buldern sammelt an jedem letzten Samstag im Monat Bekleidung und Textilien. Tüten und Kartons werden an den Kolping-Garagen am Feuerwehrgerätehaus entgegengenommen; ein Fahrzeug fährt durch alle Straßen im Dorf.
Nach dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) handelt es sich bei Bekleidung und Textilien um nicht gefährliche Abfälle. Wer sie sammelt, muss die Sammlung beim Amt für Umweltschutz anzeigen. Dort kann die Sammlung mit Auflagen versehen werden; erst nach Bestätigung der Sammlungsanzeige durch die Behörde, darf gesammelt werden. Die von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern an die Kolpingsfamilie Buldern wie auch andere gemeinnützige Organisationen gespendeten Textilien wurden und werden verantwortungs-bewusst einer weiteren Verwendung zugeführt. 

Gebrauchtkleidung in Zahlen

Jedes Jahr werden in Deutschland pro Einwohner 22 kg Bekleidung und Textilien verbraucht (siehe www.kolping-textilrecycling.de), das sind ca. 1,2 Millionen Tonnen. 70% werden über Altkleidercontainer und Straßensammlungen erfasst und wieder verwendet. Der Rest landet von vorneherein im Hausmüll. Ohne Sammlungen würden jährlich mehr als 800.000t zusätzlich im Hausmüll landen. Der Anbau von Baumwolle zur Produktion neuer Textilien benötigt einen hohen Einsatz an Wasser, Düngemitteln und Pestiziden. 

Qualität & Erlöse der Sammelware

Sicherlich ist die Güte der Sammelware von unterschiedlicher Qualität. Da nur wenige gemeinnützige Sammler eigene Kleiderkammern betreiben und hier auch nur beste Ware in begrenztem Umfang aufnehmen können, wird das Sammelgut an Sortierbetriebe verkauft. Bei bekanntermaßen sehr guter Ware wie z. B. bei Sammlungen der Kolpingsfamilien zahlen diese Betriebe den Sammlern auch einen guten Preis.
Dieses Geld wird zu einem Drittel für Projekte in Buldern weitergegeben, zu einem Drittel geht es an die Kolpingsfamilie St. Joseph in Hoima/Uganda. Der Rest ist für die internen Aufgaben der Kolpingsfamilie bestimmt.

Termine 2026
  • Annahme Gebrauchtkleidung Kolping  Garagen am 28. März, 25. April, 27. Juni, 25. Juli, 29. August, 31. Oktober, 28. November
  • Kolping Straßensammlung Gebrauchtkleidung am 30. Mai und 26. September
  • Kolping: Glühwein gegen Gebrauchtkleidung am 19. Dezember 

Was geschieht mit den gesammelten Textilien?

Verwertung der Textilien in Zahlen

Die Sortierbetriebe haben ein Interesse daran, die Textilien sorgfältig auf ihre weitere Verwendung zu prüfen und zu entsprechenden Preisen weiterzuverkaufen. Dabei bestimmen weitgehend die Qualitäten die Abnehmer und Erlöse.

  • 5% 1. Wahl (Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser und Second-Hand Läden)
  • 38% 2. Wahl (für Second-Hand Märkte in Schwellen- und Entwicklungsländern in Osteuropa und Afrika)
  • 30% Wiederverwertung (z. B. Putzlappen)
  • 22% Recycling (z. B. Dämmstoffe in der Autoindustrie, Wolltuche, Papierherstellung, …)
  • 5% Müll, der in der Regel thermisch verwertet wird 
"Faire" Partner 

Fair spielt bei der weiteren Verwendung eine zentrale Rolle. Die Kolping-Recycling GmbH ist als Einrichtung innerhalb eines großen Sozialverbands darauf bedacht, dass mit Partnern zusammengearbeitet wird, die mit der Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt beschäftigt sind. Prekäre Arbeitsverhältnisse werden abgelehnt.

Zusammenarbeit mit Kolping Recycling GmbH

Vor Ort arbeiten die meisten Kolpingsfamilien direkt mit der Kolping Recycling GmbH zusammen. Kolping Recycling GmbH verpflichten sich auf die Einhaltung von Standards, die die gesamte Kette von Sammlung bis Verwertung betreffen, insbesondere der Erlös aus jeder einzelnen Kleiderspende fließt ausschließlich in soziale Zwecke vornehmlich der Kolpingsfamilien, Sammlungen werden von den Kolpingsfamilien selbst durchgeführt; es werden keine Dritten beauftragt. Im gesamten Geschäftsgang zwischen Sammlung und Verwertung werden die geltenden Arbeits- und Sozialgesetze eingehalten. Bei Sortierung und Vermarktung wird vorrangig mit Firmen zusammengearbeitet, die überprüfbar sich diesen Standards verpflichtet fühlen. Aus den Sammelaufrufen muss klar die Verwendung der gesammelten Kleidung hervorgehen. 

Export von Second Hand Kleidung

Der Dachverband FairWertung kam in seinem Dialog-programm „Gebrauchtkleidung in Afrika“ (2003-2005) zu Ergebnissen, die in Thesen eingeflossen sind, die die zum Teil hitzig geführte Diskussion über Gebrauchtkleiderexporte versachlichen könnten.
Bei einem Besuch 2009 und 2014 in Uganda und mehreren Gegenbesuchen von Vertretern der Uganda Kolping Society UKS in Buldern haben wir verschiedenen Verantwortlichen die Frage nach der Wirkung von Altkleiderimporten für die ugandische Wirtschaft gestellt. Nahezu einheitlich war die spontane Antwort „You cant stop it“. Beim Nachhaken stellten wir fest, dass unsere afrikanischen Freunde sehr wohl um die Diskussion in Deutschland wissen und befürchten, dass die Second-Hand Exporte eingestellt werden könnten. Und so ist nicht gemeint „das lässt sich nicht mehr aufhalten“ sondern „das könnt Ihr nicht machen!!“ 

Termine & Partner

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